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Entfernungspauschale (auch Pendlerpauschale)
 
Seit dem 1. Januar 2007 wird die Pendlerpauschale von 30 Cent für jeden Entfernungskilometer und Arbeitstag nur noch ab dem 21. Entfernungskilometer gewährt. Damit fallen die ersten 20 Kilometer Entfernung von der Wohnung zur Arbeitsstätte komplett weg. Für behinderte Arbeitnehmer gelten diese Einschränkungen nicht, sofern mindestens ein Behinderungsgrad von 70% bzw. ein Behinderungsgrad von mindestens 50% und eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr vorliegt und festgestellt wurde; sie können auch weiterhin 30 Cent je gefahrenen Kilometer und die Parkgebühren an der Arbeitsstätte als Werbungskosten absetzen.
 
Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 1. Dezember 2006 zu den geänderten Regelungen (siehe Steueränderungsgesetz vom 19. Juli 2006; BGB. I 2006 Seite 1652, BStBl. I Seite 432), die für den Veranlagungszeitraum 2007 gelten, Stellung genommen.

Die wesentlichen Änderungen sind die folgenden:

  • Der Gesetzgeber geht mit der Neuregelung nunmehr davon aus, dass der Weg bis zum Werkstor voll der Privatsphäre zuzurechnen ist. Die Berufssphäre beginnt erst am Werkstor selbst. Dementsprechend stellen die Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte keine Werbungskosten oder Betriebsausgaben dar. Ein Abzug als Werbungskosten oder Betriebsausgaben wird nur noch zum Ausgleich von Härtefällen ab dem 21. Entfernungskilometer gewährt. Diese Entfernungspauschale gilt dabei unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Arbeitnehmer können mithin die Entfernungspauschale auch dann beanspruchen, wenn sie mit dem Bus, dem Motorrad, dem Fahrrad oder auch in einer Fahrgemeinschaft den Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen. Besteht eine Fahrgemeinschaft, so wird unabhängig von derselben die Entfernungspauschale entsprechend der für den jeweiligen Teilnehmer maßgebenden Entfernungsstrecke gewählt.
  • Auch wenn der Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und zurück mehrmals täglich zurückgelegt werden muss, kann die Entfernungspauschale für jeden Arbeitstag nur einmal angesetzt werden. Steht der Arbeitnehmer jedoch in mehreren Dienstverhältnissen und entstehen demnach täglich mehrere Wege zu regelmäßigen Arbeitsstätten, so ist die Entfernungspauschale für jeden Weg anzusetzen, wenn der Arbeitnehmer zwischenzeitlich in seine Wohnung zurückkehrt.
  • Die Beschränkung auf den Höchstbetrag von 4.500 € bleibt grundsätzlich bestehen. Sie greift lediglich dann nicht ein, wenn ein eigener oder zur Nutzung überlassener Kraftwagen benutzt wird. Dann kann ein höherer Betrag angesetzt werden. Der Arbeitnehmer muss die Nutzung an sich in einem derartig gelagerten Fall glaubhaft machen bzw. nachweisen; ein Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen für den Kraftwagen ist dann nicht erforderlich. 
  • Die Beschränkung der Entfernungspauschale auf Strecken ab dem 21. Entfernungskilometer und die Begrenzung auf den Höchstbetrag von 4.500 € gelten bei Familienheimfahrten (doppelte Haushaltsführung) nicht. Hier ist eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstands und dem Beschäftigungsort anzusetzen.
  • Mit der Entfernungspauschale gelten in jedem Fall sämtliche Kosten als abgedeckt, wie auch Parkgebühren und Finanzierungskosten (sogenannte „Abgeltungswirkung“). Letztmalig für das Jahr 2006 erkannte das Finanzamt Unfallkosten und Aufwendungen für unfallbedingte Reparaturen auf dem Arbeitsweg an. Seit 2007 aber werden entstandene Kosten aufgrund eines Verkehrsunfalls bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht mehr als Werbungskosten anerkannt. Anders liegt der Sachverhalt, wenn der Unfall auf einer Dienstreise eintritt. In diesen Fällen sind die Kosten auch weiterhin als Werbungskosten absetzbar.

Die Kürzung der Pendlerpauschale wurde inzwischen mit Urteil vom 9. Dezember 2008 vom Bundesverfassungsgericht für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt. Es gilt bis auf weiteres die Regeleung, wie sie bis zum Jahre 2006 galt, nämlich 30 Ct. je Entfernungskilometer und Arbeitstag.
 

 
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